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Neuer Baby-Notarztwagen für Pskow übergeben

Im Beisein von Dr. Guido Engelmann, Chefarzt der Kinderklinik am Lukaskrankenhaus, Herrn Joachim Kürsten, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Ersten Beigeordneten der Stadt Neuss, Stefan Hahn, wurde der neuen städtische Rettungswagen (Baby-NAW) offiziell übergeben.

Der “alte” Baby-Notarzt wird von freiwilligen Helfern aufgearbeitet und der Partnerstadt Pskow (Russland) gespendet. Aus diesem Anlass war auch der 1. Vorsitzende des Vereines zur Förderung der Städtepartnerschaft Neuss-Pskow e.V., Bernhard Stöcker zugegen. Ihm wurde der Schlüssel ebenfalls im Beisein der vorgenannten Personen übergeben.

Bernhard Stöcker freute sich offensichtlich über das “alte”/ neue Fahrzeug. “Damit können wir in Pskow Kinderleben retten.” war eine seiner Aussagen. Mit dieser Spende verfügt die Neusser Partnerstadt künftig, als einzige in Russland, über einen Baby-Notarztwagen. Damit dieses wichtige Rettungsmittel auch möglichst schnell zu Einsatz kommen kann, werden Spenden für den Transport/ die Fahrt nach Pskow erbeten. Es sind über 2000 Km Strecke zu bewältigen.

Einzelheiten zum neuen Fahrzeug:

Der neue städtische Rettungswagen wurde als sog. Baby-Notarztwagen konzipiert. Stationiert ist er auf der städtischen Rettungswache Neuss-Mitte.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., die als Vertrags­partner diese Wache betreibt, besetzt dieses Fahrzeug mit besonders geschultem Personal, das die Qualifikation als Rettungsassistent haben muss. Im Einsatzfall wird zunächst das Lukaskrankenhaus angefahren, um eine(n) Kinderarzt/ärztin und eine Intensiv-Kinderkranken- schwester aufzunehmen. Das Spezialfahrzeug wird nicht nur im Stadtgebiet sondern im gesamten Kreis eingesetzt. Im Jahr werden gut 400 Fahrten durchgeführt. Dieses Fahrzeug ersetzt ein bisheriges Fahrzeug aus dem Jahr 2001. Das Rettungsmittel „Baby-Notarztwagen” mit der besonderen Kooperation zwischen Stadt, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und Lukaskrankenhaus GmbH gibt es in Neuss seit Januar 1993, also seit 20 Jahren.

Die Kosten für das Fahrzeug belaufen sich inklusive Zusatzausstattung, Ausbau und städtischerseits angeschaffte medizinische Geräte auf ca. 165.000 €. Darüber hinaus stellt das Lukaskrankenhaus noch einen Inkubator und ein Beatmungsgerät.

Einiges über unseren Förderverein:

Vor über 20 Jahren wurde der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Neuss-Pskow gegründet.
Bundeskanzler Kohl und der russische Präsident Gorbatschow brachten mit einem ersten umfangreichen Besuchsprogramm Bürger aus Russland und der Bundesrepublik zusammen. So auch in Neuss. Die russische Partnerstadt der Neusser wurde Pskow. Sie liegt gute 300km südwestlich von St. Petersburg am Peipussee. Die Grenze zu Estland, also auch zur europäischen Union, ist nicht weit. Pskow ist eine der am weitesten im Westen Russlands gelegenen Städte.

1990 begann die Partnerschaft mit humanitärer Hilfe. Pakete wurden in Neuss gepackt für Pskower Bürger, die in Not lebten in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs.

20 Jahre später ist es wieder eine humanitäre Unterstützung, die von Neuss ausgeht: Ein Baby-Notarztwagen soll einem großen Pskower Krankenhaus geschenkt werden. Das soll Anstoß dafür sein, weitere solche Wagen anzuschaffen.
Die Neusser Initiatoren dieses Geschenks sind die Stadt Neuss, die Johanniter-Unfallhilfe, die Kinderklinik des Lukas-Krankenhauses und der Förderverein Neuss-Pskow, mit seinem Vorsitzenden Bernd Stöcker. Er wird ein Team zusammenstellen, das den Baby-Notarztwagen nach Pskow fährt, um ihn dort zu übergeben. Zwei Pskower Ärzte werden vorher in Neuss am Lukaskrankenhaus hospitieren, um sich mit dem Wagen vertraut zu machen.

In dem gut aufgestellten Pskower Gesundheitssystem soll so eine Lücke geschlossen werden: die Hilfe für die jüngsten Erdenbürger, falls sie einmal in Not geraten. Der Gedanke, die Jungen zu unterstützen, war immer ein zentraler Gedanke des Fördervereins Neuss-Pskow. Bisher waren es Schülerinnen und Schüler aus Pskow, die an Neusser Schulen hospitierten, oder Studentinnen der deutschen Sprache von der Universität Pskow.

Dankbar wäre der Förderverein, wenn sich Sponsoren finden würden, die Überführung des Wagens in unsere Partnerstadt Pskow zu finanzieren.

Die Bankverbindung des Vereins ist:
Kontonummer: 323030, BLZ: 30550000, Sparkasse Neuss

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